Der US-Senat hat am späten Donnerstagabend das Hilfsprogramm für die drei großen amerikanischen Automobilhersteller Chrysler, Ford und General Motors (GM) gekippt. Nur 52 Senatoren statt der benötigten 60 stimmten für den 14-Milliarden-US-Dollar-Kredit.
Kurzarbeit bei Daimler
Auch Daimler wird die Fahrzeugproduktion zurückfahren. Nach Angaben des Betriebsrates ist im Werk Sindelfingen ab Mitte Januar 2009 für zweieinhalb Monate Kurzarbeit geplant.
US-Autobauer brauchen noch mehr Hilfe
Die drei Automobil-Konzerne General Motors, Ford und Chrysler haben den US-Kongress um neue Kredite von insgesamt 34 Milliarden Dollar gebeten. Bisher war von insgesamt 25 Milliarden Dollar die Rede gewesen.
LKW-Markt weiter im Minus
Die Talfahrt der europäischen Nutzfahrzeugbranche setzt sich im Oktober 2008 fort. Genau wie in den beiden vergangenen Monaten sind auch im Oktober die Absatzzahlen in allen Klassen gesunken, mit Ausnahme von großen Bussen und Reisebussen.
Der Absatz leichter Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen ist gegenüber Oktober 2007 um 18,3 Prozent auf 163 726 Einheiten gefallen. Schwere Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 16 Tonnen wurden 26 479 Mal neu zugelassen. Im Vergleich zum Oktober 2007 entspricht dies einem Rückgang von 14,4 Prozent. Mittelschwere Nutzfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen rollten laut dem europäischen Automobilverband ACEA 36 519 Mal neu auf Europas Straßen; dies bedeutet ein Minus von 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allein der Absatz für Busse und Reisebusse über 3,5 Tonnen hat sich positiv entwickelt und ist um 13,9 Prozent auf 3 873 verkaufte Fahrzeuge gestiegen.
Der deutsche Nutzfahrzeugmarkt erzielt im Oktober ähnlich schlechte Werte. Die Neuzulassungen von Transportern bis 3,5 Tonnen haben um 6,7 Prozent auf 19 710 Einheiten abgenommen, schwere Lkw sind 5 095 Mal und damit um 8,5 Prozent seltener auf die Straßen gerollt. 8 717 Neuzulassungen bedeuten bei den mittelschweren Nutzfahrzeugen ein Minus von 3,2 Prozent.
Busse und Reisebusse sind 530 Mal verkauft worden und damit um 68,8 Prozent häufiger als im Oktober 2007.
Kraftfahrzeuggewerbe fordert Wachstumspaket
Der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) fordert ein konjunkturpolitisches Wachstumspaket, das insbesondere die Situation der rund 39 000 Kfz-Betriebe in Deutschland berücksichtigt. Es sieht unter anderem die Rückkehr zur alten Pendlerpauschale, eine Verschrottungsprämie für alte Autos und die schnellstmögliche Einführung einer Kfz-Steuer, die sich am CO2-Ausstoß orientiert. Dabei sollten auch junge Gebrauchtfahrzeuge aus ökologischen Gründen mit einbezogen werden.
Der ZDK hält die Anfang November beschlossene Steuerbefreiung zwar für ein gutes Signal, hält aber nichts von einer Befristung bis zum 30. Juni 2009. Auch sei es ökologisch sinnvoll, die Förderung für die Nachrüstung mit Dieselpartikelfiltern nicht Ende 2009 auslaufen zu lassen. Außerdem spricht sich das Kfz-Gewerbe dafür aus, die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen auch auf Serviceleistungen der Autobranche auszudehnen.




