Conti ringt für einen höheren Aktienpreis

26 Juli, 2008

Stoßseufzer eines Managers: „Warum nur wird im Vorfeld einer Übernahme – angeblich im Interesse der Aktionäre – soviel Geld verbrannt?.“ Im Fall Schaeffler/Conti scheint sich diese Erfahrung zu wiederholen; denn Banken bringen sich in Position, als Verbündete und Finanzierer beider Seiten. Auch an teuren Beratern und Fachanwälten wird es beiden Unternehmen sicher nicht fehlen. Und das, obwohl es der Continental AG offenbar nur noch um ein besseres Angebot für Conti-Aktien zu gehen.

„Conti bereitet den Verkauf vor“, meldet jedenfalls am Freitag das „Handelsblatt“ und sieht den Aufmarsch der Berater und Banken als ein Manöver des Continental-Vorstands, den Preis von der angebotenen Höhe von 70,13 Euro pro Aktie zu übertreffen, wie es der Aufsichtsrat bei seiner Sitzung am Mittwoch verlangt hatte.

Conti-Vorstandsvorsitzender Manfred Wennemer schart dazu Banken um sich, die dabei helfen sollen, die Abwehr des Übernahmeversuchs der Schaeffler-Gruppe glaubwürdig aussehen zu lassen. Seit Freitag gehört auch die größte deutsche Bank zur Abwehr-Front. „Deutsche Bank schlägt sich auf Contis Seite“, titelt die „Financial Times Deutschland (FTD)“. Die US-Bank JP Morgan bekam ebenfalls ein Mandat, wie auch viele andere Kreditinstitute und Berater – fein unterschieden nach ihren Auftraggebern, dem Conti-Vorstand und dessen Aufsichtsrat-

Gleichzeitig rechnet Conti mit dem Investmenthaus Goldman Sachs ab. Das „Handelsblatt“ zitiert Aufsichtsratskreise mit der Aussage: „Die haben nichts gemerkt, was sich da zusammenbraut“ und hätte damit verhindert, rechtzeitig eine Abwehrstrategie zu entwickeln: Seit Februar waren die Umsätze mit Conti-Aktien bei schwachen Kursen nach oben geschnellt. Goldman Sachs wehrt sich mit der Feststellung, man sei erst seit zwei Wochen für die Continental AG tätig.

„Beachtlich“ nannten Banker eines der sechs Kreditinstitute laut der Nachrichtenagentur „Reuters“ die Höhe des Milliarden-Kredits, den die Schaeffler-Gruppe inzwischen garantiert bekommen hat. Die Rede ist von 15 Mrd Euro. Allein um das jetzt zurückgewiesene Angebot zu bezahlen, müssen 11,7 Mrd Euro zur Verfügung stehen. Ein weiterer Banker rechnete „Reuters“ vor, Schaeffler wolle nur bis 50 Prozent erwerben, weil die Herzogenauracher bei einem höheren Prozentsatz auch Refinanzierungskosten für den Kredit in Höhe von 13,5 Mrd Euro einstellen müssten, mit dem Conti 2007 Siemens VDO erworben hatte.

Wennemer soll immer noch auf der Suche nach einem „Weißen Ritter“ sein, einem Conti freundlich gesonnenen Investor oder Unternehmen mit der Bereitschaft, Conti durch die Übernahme großer Aktienpakete vor der Übernahme durch Schaeffler zu bewahren. Dazu hätte der Vorstandsvorsitzende unter anderem die Möglichkeit, die von der Hauptversammlung genehmigte Kapitalerhöhung durchzuführen. Zehn Prozent hatte sich Wennemer jetzt auch vom Aufsichtsrat genehmigen lassen.

Den großen Kurssprung – nach oben oder unten – hat die Anlehnung des Übernahmeangebots durch den Aufsichtsrat am Mittwoch nicht gegeben. Der Kurs stand am Freitag knapp unter 73 Euro. Der Glaube daran, die Conti-Abwehrschlacht könne ernstgemeint und erfolgreich sein, scheint unter Aktionären nicht sehr weit verbreitet zu sein. Der viel zitierte Auto-Experter Prof. Ferdinand Dudenhöfer läuft laut FTD „alles auf ein Zusammengehen hinaus. Als letztes Gegenargument sei der Preis und sonst nicht übrig geblieben.

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Continental setzt Empfehlungen der Global Engineering Excellence-Studie um

24 Juli, 2008

Die Continental AG hat damit begonnen, Empfehlungen der „Global Engineering Excellence“-Studie (GEE), das heißt, eine international ausgerichtete Ausbildung von Ingenieuren, umzusetzen. In dem neuen „Global Engineering Internship Program“ (GEIP) des internationalen Automobilzulieferers arbeiten jetzt 19 Studenten aus sieben Nationen an international ausgerichteten Projekten.

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Schaeffler Gruppe begrüßt Erklärung des Conti-Gesamtbetriebsrates

24 Juli, 2008

Die Schaeffler Gruppe hat die Initiative des Gesamtbetriebsrates der Continental AG begrüßt und schlägt vor, zu den von den Arbeitnehmervertretern angesprochenen Themen und Fragen zeitnah das Gespräch aufzunehmen. Schaeffler stände zu seinen bereits mehrfach gemachten Zusagen, erklärte Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe.

Continental solle als Ganzes bestehen bleiben, auch mit Bezug auf das Reifengeschäft; als eigenständiger, börsennotierter Konzern mit Sitz in Hannover, selbstverständlich auch künftig mit einem mitbestimmten Aufsichtsrat. Zur Verlagerung oder einem Abbau von Arbeitsplätzen werde es in Folge des Angebots nicht kommen, so Geißinger weiter.

„Wir hoffen, dass der Aufsichtsrat in seiner morgigen Sitzung zu einer Entscheidung kommt, die es uns und allen anderen Beteiligten erlaubt, in einer konstruktiven Atmosphäre schnell gute Ergebnisse zu erreichen und die Besorgnisse und Ängste der Belegschaft auszuräumen.“, erklärte Geißinger.

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Continental vs Schaeffler

22 Juli, 2008

Das Top-Thema in der Reifenbranche, die Übernahme Versuche der Schaeffler-Gruppe den Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental zu kaufen. Die Medien bringen stündlich hierzu neue Informationen, wir haben Ihnen die Interessantesten Links zusammengetragen, machen Sie sich selbst ein Bild, wie es um den Conti Konzern steht.

21.07.2008 Schaeffler erhöht Angebot auf über 70 Euro

21.07.2008 Conti-Chef Wennemer Kampf um den eigenen Job

21.07.2008 Schaeffler sichert sich Kredit für Conti-Gebot

21.07.2008 Conti kann Kampf gegen Übernahme durch Schaeffler kaum noch gewinnen

21.07.2008 Aktionäre attackieren Conti-Aufsichtsrat

21.07.2008 Conti in Gefechtsstellung

21.07.2008 Conti weist Spekulationen über Rücktritt Wennemers zurück

21.07.2008 Continental-Chef vertraut seinem Aufsichtsrat

21.07.2008 Im Gespräch: Conti-Chef Manfred Wennemer

21.07.2008 Aufsichtsrat lässt Conti-Chef schmoren

21.07.2008 Die Position des Continental-Chefs wackelt

21.07.2008 Wennemer sucht den Kompromiss

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130 Continental Reifen wechseln den Besitzer

10 Mai, 2008

Reifen für mehr als 15 000 Euro erbeutet – 130 Sommerreifen von Continental gestohlen: Diebe brachen in der Nacht Sattelauflieger am Nordring auf.

Continental Reifen im Wert von mehr als 15.000 Euro haben Diebe in der Nacht zum Donnerstag in Korbach gestohlen. Wie ein Polizeisprecher am Freitag berichtete, hatten die Unbekannten den Sattelauflieger eines portugiesischem Lastwagens aufgebrochen und sich an der Reifenladung bedient. Der Sattelauflieger war über Nacht am Nordring geparkt worden.

Eine durchtrennte Plombe habe den Fahrer auf den Diebstahl aus seinem Fahrzeug aufmerksam gemacht. Das Diebesgut: 130 Conti-Sommerreifen der Größen 225/55R 17 und 235/45ZR17. Für den Abtransport der Reifen dürfte mindestens ein Klein-Lastwagen von den Tätern genutzt worden sein, vermutete der Polizeisprecher.

Hinweise zu dem Reifenraub erbittet die Polizeistation Korbach unter der Rufnummer 05631 / 971-0.

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