Continental AG behält mit überzeugendem zweiten Quartal die gesetzten Jahresziele fest im Visier
Continental will Schaeffler „mit allen gebotenen Mitteln“ entgegentreten
Die Continental AG, Hannover, sieht sich durch Rechtsgutachten in der Position bestätigt, dass die Schaeffler-Gruppe den Zugriff auf 36 Prozent des Continental-Kapitals „erschlichen“ habe. Continental werde dem rechtswidrigen Einsatz der „Schaeffler-Swaps“ mit allen gebotenen Mitteln entgegen treten, heißt es heute in einer Erklärung des Unternehmens.
Zur Stützung seiner Position hat sich der hannoversche Automobilzulieferer Rechtsgutachten eingeholt. So nannte Prof. Dr. Mathias Habersack, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht und Rechtsvergleichung der Eberhard Karls Universität Tübingen, das Vorgehen der Schaeffler-Gruppe mit Eingehung der Swap-Verträge einen klaren Verstoß gegen Melde- und Zurechnungsvorschriften. Das verstoße gegen das Wertpapierhandelsgesetz sowie des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes.
Prof. Habersack sieht dabei auf der Seite der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) mehr Möglichkeiten als nur das Verhängen eines Bußgeldes. Seiner Auffassung nach, muss das BaFin Anordnungen treffen, „die das markt- und rechtswidrige Verhalten beseitigen und verhindern, dass die Schaeffler-Gruppe die Früchte ihres rechtswidrigen Vorgehen erntet“.
Continental will in Deutschland und international gegen das Schaeffler-Übernahmeangebot auf der rechtlichen Schiene kämpfen. Die heutige Veröffentlichung (30. Juli 2008) des Angebots der Schaeffler-Gruppe habe keine Auswirkung auf den Fortgang der Ermittlung der Behörden. Continental unterstütze kontinuierlich und intensiv die Finanzaufsichtsbehörden im In- und Ausland bei der Prüfung des Vorgehens der Schaeffler-Gruppe sowie der beteiligten Banken.
Schaeffler-Gruppe erneuert Garantien und bietet 70,12 Euro pro Aktie
Die Schaeffler-Gruppe, Herzogenaurach, bietet den Aktionären der Continental AG ab heute, 30, Juli 2008, je Aktie 70,12 Euro, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) die Angebotsunterlage für das freiwillige Übernahmeangebot genehmigt hatte. Die Frist für Annahme des Angebots endet am 27. August 2008 um 24.00 Uhr.
Porsche befürwortet Conti-Übernahme durch Schaeffler
Der Sportwagenbauer Porsche würde eine Übernahme des Autozulieferers Continental durch die Schaeffler-Gruppe befürworten. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre es eine sehr gute Sache, erklärte Porsche-Finanzvorstand Holger Härter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Porsche arbeite lieber mit Lieferanten, die wirtschaftlich gesund seien, denn mit denen sei eine langfristige Strategie möglich, sagte Härter dem Blatt. Der Porsche-Finanzvorstand vermutet, dass die Integration des im vergangenen Jahr von Conti übernommenen Unternehmens Siemens VDO einfacher wird, wenn Schaeffler bei Conti einsteigt.
Continental hat in Deutschland mehr als 1.000 Stellen zu besetzen
Die Continental AG hat allein in Deutschland derzeit mehr als 1.000 Stellen zu besetzen. Die Angebotspalette umfasst ein breites Berufs- und Tätigkeitsspektrum in allen sechs Divisionen. „Unser Hauptaugenmerk legen wir natürlich während der laufenden Integrations- und Restrukturierungsprozesse darauf, die freien Arbeitsplätze intern anzubieten.




