Der Gesetzgeber hat 2006 vorgeschrieben, dass die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen an die Wetterverhältnisse angepasst sein muss. Diese Neuregelung betrifft auch Nutzfahrzeuge wie Lkw und Busse. Zum Glück ist der Winter in der Regel in Deutschland und in den meisten europäischen Ländern nicht extrem und schneebedeckte Fahrbahnen sind die Ausnahme.
Goodyear investiert 69 Millionen Euro in Fulda Reifen
Die Goodyear Dunlop Tires Germany baut die Reifenproduktion am hessischen Standort Fulda weiter aus. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben in den nächsten Jahren 69 Millionen Euro in neue Gebäude, Maschinen und Anlagen investieren.
Fulda Auftakt zur großen Pressure Check Tour
Besucher eines großen Baumarkts in Montabaur kamen nichtsahnend in den Genuß einer Weltneuheit: Binnen weniger Sekunden wurden ihnen der Luftdruck in allen vier Reifen kontrolliert – und zwar während der Fahrt und ohne dass ein Prüfer das Auto berührt!
Denn auf dem Parkplatz des Heimwerker-marktes fiel der Startschuss zur Deutschlandtournee des Pressure Checks – der ersten mobilen berührungslosen Luftdruckkontrolle von Fulda Reifen. Die Anlage besteht dabei aus zwei Prüfplatten und einem Anzeigegerät. Beim Überfahren der Platten erfassen Sensoren Gewicht, Aufstandsfläche und Druckverteilung der Reifen. Anhand der Parameter wird binnen weniger Sekunden der exakte Luftdruck ermittelt.
An circa 50 Standorten innerhalb Deutschlands wird der Pressure Check in den nächsten zwei Monaten Halt machen.
Ein Drittel ist mit falschem Luftdruck unterwegs
Wie in Montabaur, werden auch an den anderen Standorten viele Autofahrer überrascht sein über das Ergebnis der Untersuchung. Schließlich stimmt bei circa einem Drittel aller Fahrzeuge der Luftdruck nicht.
Gerade bei den explodierenden Benzinpreisen ist das mehr als fahrlässig. Denn bereits bei 0,5 bar unter dem Normwert kann der Verbrauch um bis zu 10 Prozent ansteigen. Gleichzeitig nimmt auch der Reifenverschleiß überproportional zu.
Noch gravierender sind die Auswirkungen auf das Fahrverhalten: Ein schlecht befüllter Reifen kann in Kurven nicht die geforderten Seitenführungskräfte übertragen – das Auto bricht aus. Fulda Reifen möchte daher mit dem Pressure Check die Autofahrer für ein wichtiges Thema sensibilisieren und wird dabei von der deutschen Verkehrswacht unterstützt.
Neuer Baustein der Serviceoffensive Clever fahren
Die exklusive Weltneuheit ist der neueste Baustein der Service-Offensive „Clever Fahren“. Unter dieser Dachmarke vereint der hessische Reifenhersteller alle seine Serviceleistungen, die dem Autofahrer und dem Handel einen „Mehrwert“ bieten.
Neben dem Pressure Check gehört auch der Spur Check, die Fahrwerksüberprüfung im Minutentakt sowie der Laser-Check, die berührungslose Profilmessung dazu.
Dadurch, dass die Module mobil auf großen Parkplätzen und bei Veranstaltungen eingesetzt werden, erreicht man auch Autofahrer, die sich sonst mit den Themen Reifen und Fahrwerk nie befassen.
Auch im Internet präsent
Doch nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Datenautobahn will man mit Clever Fahren für den Autofahrer da sein. So hat Fulda mit den drei Microsites www.bussgeld-mpu.de, www.warum-winterreifen.de sowie www.feiertage-schulferien.de ein umfangreiches Ratgeberangebot geschaffen.
Den Fachhandel stärken
Die Vor-Ort-Aktionen Pressure Check, Laser Check und Spur Check werden immer in Kooperation mit dem örtlichen Fachhandel durchgeführt. Denn der Reifenproduzent möchte damit ausdrücklich die Stellung des Händlers als kompetenten Ansprechpartner rund um das Thema Reifen stärken. „Dass wir für die Auftaktveranstaltung Reifen Specht in Montabaur ausgewählt haben, ist kein Zufall. In der langjährigen Zusammenarbeit haben wir die Firma als starken und verlässlichen Partner kennengelernt.“ erklärte Fulda-Projektleiterin Diana Recktenwald.
Autofahrer, die am Auftakttag die Pressure Check Anlage durchfuhren, können sich jetzt selbst von der Kompetenz von Reifen Specht überzeugen. Denn sie erhielten von den Prüfern einen Gutschein für einen kostenlosen Urlaubs-Check ihres Autos, den sie beim Reifenhändler einlösen können.
Goodyear schreibt schwarze Zahlen
Der größte US-Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber hat durch Einsparungen und Währungseffekte zum Jahresbeginn schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich verdiente der Konzern im ersten Quartal 147 Millionen Dollar nach einem Verlust von 174 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.
Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar (3,1 Mrd Euro). Der Wettbewerber des deutschen Herstellers Continental verkaufte zwar weniger Reifen, verdiente daran aber durch im Schnitt durch höhere Preise und den schwachen Dollar mehr.
Während das Nordamerika-Geschäft schwach ausfiel, legten Europa und andere Regionen vor allem wegen der Wechselkursvorteile deutlich zu. Mehr als 60 Prozent seiner Umsätze erzielt der Hersteller außerhalb der USA. Weltweit machen Goodyear jedoch wie den Konkurrenten stark steigende Kosten für Material und Energie zu schaffen. Die Strategie hin zu mehr Premiumprodukten mit höheren Gewinnmargen habe sich ausgezahlt, sagte Konzernchef Robert Keegan am Freitag (25.4.) in Akron (Ohio). Zu Goodyear gehören auch Marken wie Dunlop und Fulda.
Goodyear habe zudem im Rahmen seines mehrjährigen Konzernumbaus inzwischen Einsparungen von 1,2 Milliarden Dollar pro Jahr erreicht. Bis 2009 sollen es die kompletten geplanten bis zu 2,0 Milliarden Dollar sein. Für das weitere Geschäft zeigte sich Keegan trotz Bedenken angesichts der wirtschaftlichen Lage für sein Unternehmen zuversichtlich. Mit seinen Zahlen übertraf Goodyear die Schätzungen der Experten. Im vorbörslichen Handel legte die Aktie um knapp drei Prozent auf rund 28 Dollar zu.
Goodyear Dunlop launcht B2B-Einkaufsplattform TirePortal
Die Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH, Hanau, hat mit dem TirePortal eine neue Bestellplattform für den Reifenfachhandel und Autohauspartner etabliert. Über das Tool lassen sich sämtliche Reifenmarken des Konzerns (Goodyear, Dunlop, Fulda, Pneumant, Sava, Debica und Falken) markenübergreifend bestellen. Ab dem 25. Februar 2008 lassen sich hierüber auch Beanstandungen abwickeln.
Ziel dieser Maßnahme ist es, den Vorgang deutlich effektiver und kundenfreundlicher zu gestalten. Dies bedeutet vor allem eine Beschleunigung und Vereinfachung. Nach der Anmeldung in der B2B-Plattform hat der Nutzer nun auch die Möglichkeit eine Beanstandung in das System einzugeben.





