Nicht jeder Verkehrsteilnehmer wird sogleich etwas anfangen können mit einem „Highway Hero“. In Deutschland heißen Highways schließlich Autobahnen. Und für Hero steht hierzulande Held. Ein Bild von einem Helden kann sich derjenige machen, der die Geschichten hört, die sich um Mut, entschlossenes Handeln und Hilfsbereitschaft ranken.
Das mutige Eingreifen von Rosemarie Dohmann-Weituschat aus Bochum hat einem Autofahrer das Leben gerettet. Im Dezember 2009 kam direkt vor ihren Augen ein Fahrzeug von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Die 57-jährige Energieberaterin hielt sofort an und versuchte, den Verunfallten zu bergen.
Was Sven Rauhut aus Hoyerswerda als Beifahrer erlebt hat, ist der Alptraum für jeden Verkehrsteilnehmer. Als er mit seinem Kollegen auf der Autobahn unterwegs ist, durchschlägt ein Metallgegenstand die Frontscheibe und trifft den Fahrer mit voller Wucht am Kopf.
Für Berufskraftfahrer, die viele tausende Kilometer im Jahr am Steuer sitzen, sind ihr Lkw und die Straße ein zweites Zuhause – aber auch ein nervenaufreibender Arbeitsplatz. Termindruck, Staus und festgeschriebene Lenkzeiten machen das Leben auf der Autobahn zu einem echten Knochenjob.
Eine tödliche Tragödie auf der A1 im Ruhrgebiet verhindert haben Kerstin Schley aus Hagen und der Münsteraner Bundeswehr-Fahrprüfer Uwe Simon. Unabhängig voneinander taten sie instinktiv das Richtige und schützten einen vor ihnen gestürzten Motorradfahrer, indem sie mit ihren Fahrzeugen den nachfolgenden Verkehr blockierten.