Schaeffler Gruppe ist offen für konstruktive Gespräche mit Continental

21 Juli, 2008

Die Schaeffler Gruppe hat seit der Ankündigung ihres Übernahmeangebotes für die Continental AG betont, sie sei weiter offen für konstruktive Gespräche mit dem Management der Continental AG. Die Schaeffler Gruppe begrüßt deshalb, dass sich Manfred Wennemer, Vorstandsvorsitzender der Continental AG, jetzt offen für Gespräche gezeigt hat.

Die Schaeffler Gruppe verfolge trotzdem unverändert ihre Zielsetzung, ein strategischer Großaktionär der Continental AG zu werden und dafür mehr als 30 Prozent der Anteile zu erwerben, erklärte das Unternehmen. Diese strategische Beteiligung ist notwendig, um eine stabile Aktionärsstruktur der Continental AG zu erreichen, um unsere Ziele umsetzen zu können und damit unsere Investition in das Unternehmen langfristig abzusichern. Die von Herrn Wennemer ins Spiel gebrachte Beteiligung über bis zu 20 Prozent sei keine strategische und daher als reine Finanzinvestition von der Schaeffler Gruppe nicht zu rechtfertigen.
Eine Zerschlagung der Continental AG sei nicht geplant. Das Unternehmen soll als eigenständiger Konzern erhalten bleiben, mit Sitz in Hannover. Zu diesen Punkten sind wir bereit, konkrete Gespräche zu führen, um Besorgnisse der Continental AG auszuräumen.

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Wenn der Jäger zum Gejagten wird

21 Juli, 2008

Eigentlich ist es unverständlich, wenn sich Conti-Chef Manfred Wennemer darüber echauffiert, dass es jemand wagt, das Dax-Unternehmen Continental AG übernehmen zu wollen. Warum soll ein von Wennemer selbst gern praktiziertes Verfahren, Unternehmen einzukaufen, auf einmal unanständig sein, nur weil es ein anderer macht und es gegen die Interessen von Herrn Wennemer geht?

Hat sich Wennemer zum Beispiel bei der Übernahme des Hamburger Kautschukunternehmens Phoenix vor vier Jahren durch die Continental AG um die Unabhängigkeit des übernommenen Unternehmens gesorgt, wie er das jetzt für die Conti AG tut und sagt: „Wir werden die Unabhängigkeit des Unternehmens verteidigen und dafür kämpfen.“ Nein, er hat sein Ding ebenso zielorientiert durchgezogen, ohne auf die Gefühle der Mitarbeiter Rücksicht zu nehmen.
Bei Firmenübernahmen mit zweierlei Maß zu messen, ist nicht in Ordnung. Da hilft es auch nicht, darauf hinzuweisen, die Schaeffler Gruppe habe sich quasi angeschlichen und mit ihren nicht öffentlich gemachten Aktienkäufen unfair gespielt. Wennemer, der sonst so emotionslose Stratege, ist von der Rolle. Alle seine Auftritte nach offiziellem Beginn dieser Übernahmeschlacht waren von Fahrigkeit geprägt, von emotional vorgetragener Entrüstung, ja sogar von Polemik und schlechtem Stil.
Einige im Conti-Management sind überrascht davon, „dass es Wennemer kalt erwischen konnte“. Sie hatten eher den Eindruck, der Boss habe alles im Griff. Sogar kaufinteressierte Unternehmen und die Medien. Eine gewisse Selbstgefälligkeit dürfte also bei Wennemers vorgetragener Entrüstung eine große Rolle spielen. Im Umgang mit der Öffentlichkeit und ganz besonders der Medienvertreter wirkte Wennemer ziemlich überheblich. Eine Wahrnehmung, so unterstellen ihm Insider, die der Conti-Chef nur zu gern verstärkt hat. Er habe immer durchblicken lassen, „die Weisheit der Unternehmensführung und -strategie allein gepachtet zu haben“.
Kritische Führungskräfte bei Conti interpretieren Wennemers emotionale Ausbrüche so: „Wennemer ist erfolgsverwöhnt. Dass es jetzt so dick kommt, hätte er nicht für möglich gehalten.“ Deutlich wird in dieser Kritik auch, dass der Chef keine rechte Strategie zu haben scheint, einen solchen Angriff abzuwehren. „Er hat so was einfach nicht für möglich gehalten“, sagt ein Insider aus Hannover. „Für kluge Gegenmaßnahmen ist es jetzt zu spät.“
Möglicherweise wird die von Wennemer angerufene Bankenaufsicht (Bafin) das Vorgehen Schaefflers in Sachen Aktienkauf kritisieren. Zu verhindern ist die Übernahme der Aktienmehrheit dadurch sicher nicht. IGBCE-Gewerkschaftschef Hubertus Schmoldt trifft wohl den Nagel auf den Kopf, wenn er es so ausdrückt: Wennemer habe damit rechnen müssen, „dass andere auch Monopoly spielen“.
Vor allem das Wort „auch“ muss Manfred Wennemer als Hinweis darauf verstehen, dass er ja selbst im Monopoly der deutschen Industrie immer stolz darauf war, gewissermaßen die Schlossallee zu besitzen und die armen Industrie- Würstchen aufkaufen zu können. Bei Verlagerungen von Produktion in Billigländer war er ja auch nicht zimperlich. Dass mit einer Übernahme durch Schaeffler alles schlechter werden würde, wie Wennemer suggeriert, davon kann keine Rede sein. Dass das Familienunternehmen an langfristigen Erfolgen interessiert ist und nicht am Ausschlachten einer goldenen Gans, hat es bereits bewiesen. Wahrscheinlich werden die Conti-Mitarbeiter bereits binnen Jahresfrist wissen, dass sich alles zum Guten gewendet hat.

(Entnommen aus der aktuellen Ausgabe des Branchen-Informationsdienstes PS-Automobilreport)

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Wennemer: Investoren sind willkommen

21 Juli, 2008

Manfred Wennemer, Vorstandsvorsitzender der Continental AG, sucht jetzt offenbar die Verständigung mit der Schaeffler-Gruppe. Das geht aus einem Interview der „Welt am Sonntag“ hervor, in dem Wennemer erklärt: „Im Sinne der Continental und ihrer Aktionäre unterstützen wir ein Anker-Engagement der Familie Schaeffler von bis zu 20 Prozent.“

Wennemer bestätigt in dem Gespräch, dass die Continental bereits vor zwei Jahren mit der Schaeffler-Gruppe über ein solches Engagement gesprochen hat, als bereits einmal das Gerücht von einer Übernahme der Continental AG umlief. Auch jetzt habe man nach einem Gerücht im Markt Kontakt mit der Schaeffler-Gruppe aufgenommen. Entsprechende Gespräche hätten am Freitag, 11. Juli 2008, stattgefunden.
Wennemer stellt in dem Interview klar, Conti habe in mehreren Gesprächen die gütliche Einigung gesucht. „Es geht nicht um Verhinderung. Es geht vielmehr darum, eine Lösung zu finden, die den Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder entspricht.“
Am Mittwoch kommt der Aufsichtsrat der Continental AG zusammen, um über eine Strategie gegenüber der Schaelffler-Gruppe, Herzogenaurach, zu beraten. Schaeffler hatte die Branche Anfang dieser Woche mit einem Übernahmeangebot für die Continental AG überrascht, dass von Wennemer zunächst sehr schroff zurückgewiesen worden war. Inzwischen ist deutlich geworden, dass im Aufsichtsrat keine eindeutige Meinung zum Schaeffler-Angebot herrscht.

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Veränderungen im Continental-Vorstand

7 März, 2008

Der Aufsichtsrat der Continental AG hat heute (7. März 2008) in seiner Sitzung die Entscheidung des Vorstands, die Verantwortlichkeiten in diesem Gremium neu zu ordnen unterstützt. Finanzvorstand Dr. Alan Hippe (41) wird zum 1. April 2008 die Leitung der Pkw-Reifendivision übernehmen, die bisher vom Vorstandsvorsitzenden der Continental AG, Manfred Wennemer (60), in Personalunion geführt wurde.

Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Gerhard Lerch (64) zum 30. September 2008 wird Dr. Hippe zusätzlich die Division ContiTech führen. Bis zur Regelung einer Nachfolge im Finanzressort, wird Dr. Hippe dieses weiter mit verantworten. Manfred Wennemer wird als Vorstandsvorsitzender – wie bisher – zusätzlich für die Division Interior zuständig sein.
Die Verantwortlichkeiten von Dr. Karl-Thomas Neumann (46) für die Divisionen Chassis & Safety sowie Powertrain, von Dr. Hans-Joachim Nikolin (51) für die Division Nutzfahrzeugreifen und für Heinz-Gerhard Wente (56) für das Ressort Personal und die Funktion des Arbeitsdirektors der Continental AG bleiben unverändert. Bill Kozyra (51) wird als stellvertretendes Vorstandsmitglied weiterhin für die Region NAFTA zuständig sein.

Continental will 2008 3% bis 5% weniger Winterreifen produzieren

22 Februar, 2008

Die Continental AG wird 2008 zwischen 3% und 5% weniger Winterreifen produzieren. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz, ohne jedoch absolute Zahlen zu nennen. Zur Begründung für den Produktionsrückgang führte der Manager Lagerbestände aus dem vergangenen Jahr an.

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