Wennemer: Investoren sind willkommen

21 Juli, 2008

Manfred Wennemer, Vorstandsvorsitzender der Continental AG, sucht jetzt offenbar die Verständigung mit der Schaeffler-Gruppe. Das geht aus einem Interview der „Welt am Sonntag“ hervor, in dem Wennemer erklärt: „Im Sinne der Continental und ihrer Aktionäre unterstützen wir ein Anker-Engagement der Familie Schaeffler von bis zu 20 Prozent.“

Wennemer bestätigt in dem Gespräch, dass die Continental bereits vor zwei Jahren mit der Schaeffler-Gruppe über ein solches Engagement gesprochen hat, als bereits einmal das Gerücht von einer Übernahme der Continental AG umlief. Auch jetzt habe man nach einem Gerücht im Markt Kontakt mit der Schaeffler-Gruppe aufgenommen. Entsprechende Gespräche hätten am Freitag, 11. Juli 2008, stattgefunden.
Wennemer stellt in dem Interview klar, Conti habe in mehreren Gesprächen die gütliche Einigung gesucht. „Es geht nicht um Verhinderung. Es geht vielmehr darum, eine Lösung zu finden, die den Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder entspricht.“
Am Mittwoch kommt der Aufsichtsrat der Continental AG zusammen, um über eine Strategie gegenüber der Schaelffler-Gruppe, Herzogenaurach, zu beraten. Schaeffler hatte die Branche Anfang dieser Woche mit einem Übernahmeangebot für die Continental AG überrascht, dass von Wennemer zunächst sehr schroff zurückgewiesen worden war. Inzwischen ist deutlich geworden, dass im Aufsichtsrat keine eindeutige Meinung zum Schaeffler-Angebot herrscht.

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VW-Chef Winterkorn befürwortet Fusion Conti-Schaeffler

18 Juli, 2008

Laut dem Medienbericht der auto-motor-sport befürwortet der Volkswagen Chef Martin Winterkorn das Zusammengehen von Continental und der Schaeffler-Gruppe.

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Conti wird voraussichtlich ihr Kapital erhöhen um Übernahme durch Schaeffler abzuwehren

17 Juli, 2008

Der Continental-Aufsichtsrat will Kreisen zufolge am 23. Juli über Abwehrmassnahmen gegen die feindliche Übernahmeofferte des Konkurrenten Schaeffler beraten. Dabei sei auch eine Kapitalerhöhung im Gespräch. Ziel sei es, durch eine Kapitalerhöhung den Anteil von Schaeffler zu verwässern.

continental

Schaeffler hatte am Dienstag bekannt gegeben, knapp drei Prozent an Continental zu halten und sich über Optionen und Swaps Zugriff auf weitere 33 Prozent zu haben. Conti hatte auf der jüngsten Hauptversammlung in einem Vorratsbeschluss die Voraussetzungen für eine Kapitalerhöhung ohne neuen Hauptversammlungbeschluss geschaffen.

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Continental lehnt Übernahmeangebot der Schaeffler Gruppe ab

16 Juli, 2008
  • Opportunistische Offerte spiegelt den wahren Wert des Unternehmens nicht annähernd wider
  • Die industrielle Logik dieses Vorstoßes überzeugt nicht
  • Schaeffler hat sich auf rechtswidrige Weise angeschlichen, um die Kontrolle über Continental zu erlangen
  • Continental hat als eigenständiges Unternehmen in derzeitiger Aufstellung eine hervorragende Zukunftsperspektive

Die Continental AG wurde am Dienstag von der Schaeffler Gruppe über deren Entscheidung unterrichtet, ein Übernahmeangebot zu einem Angebotspreis von 69,37 Euro je Aktie in bar abzugeben. Der Vorstand der Continental AG lehnt das Angebot ab. Es ist in hohem Maße opportunistisch, es spiegelt den wahren Wert der Continental nicht annähernd wider, es schafft kein Vertrauen, und es entbehrt einer überzeugenden industriellen Logik.

Die Schaeffler Gruppe verhehlt selbst nicht, dass es das schwache Börsenumfeld nutzt, um günstig die Kontrolle über einen exzellent positionierten Technologiekonzern zu übernehmen und die Zahlung einer angemessenen Prämie an die Aktionäre zu vermeiden. Nach unserer Auffassung hat sich die Schaeffler Gruppe mit Hilfe von Banken und Derivate-Positionen auf rechtswidrige Weise Zugriff auf 36 Prozent des Continental-Kapitals verschafft. Dies würde bei der Hauptversammlung eine bequeme Kontrollmehrheit, möglicherweise sogar eine qualifizierte Stimmenmehrheit darstellen.

Die öffentlich getätigten Aussagen, dass die Schaeffler Gruppe angeblich nur eine Minderheitsbeteiligung anstrebt und die gesunde Struktur von Continental nicht antasten will, sind nach den geführten Gesprächen unglaubwürdig. Der Vorstand von Continental betrachtet die Vorgehensweise der Schaeffler Gruppe als nicht im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre.

Continental ist sehr daran interessiert, langfristig orientierte Investoren zu gewinnen und ist deshalb der Schaeffler Gruppe konstruktiv und ergebnisoffen entgegen getreten.

Deshalb hat der Continental-Vorstand auch die Bereitschaft erklärt, eine bis zu 20-prozentige Finanzbeteiligung zu unterstützen. Die Schaeffler Gruppe beharrte jedoch auf einer über 30 Prozent hinausgehenden Kontrollbeteiligung.

Die industrielle Logik dieser Kombination ist auch bei gutem Willen praktisch nicht erkennbar: Continental würde Schaeffler nützen, Schaeffler aber nicht Continental. Continental hat als eigenständiges Unternehmen eine hervorragende Zukunft.

Der Vorstand wird auch in diesem Verfahren alles dafür tun, um die Interessen aller Aktionäre und der anderen Stakeholder zu vertreten.

Vorstand und Aufsichtsrat der Continental Aktiengesellschaft werden nach der notwendigen weiteren Konkretisierung der Bieterabsichten und Veröffentlichung einer Angebotsunterlage sorgfältig die Interessen der Gesellschaft, ihres Unternehmens, ihrer Aktionäre und Arbeitnehmer sowie Geschäftspartner abwägen und im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Stellungnahme nach § 27 WpÜG zu dem Übernahmeangebot Stellung nehmen.

Maria Schaeffler (66) ihr Vermögen wird auf 5,4 Milliarden Euro geschätzt, hat es auf die Continental abgesehen.

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