Wird die Conti wieder Continental

2 März, 2009

Schaeffler erdrücken seit Übernahme der Continental Milliardenschulden. Jetzt verstärken die geldgebenden Banken den Druck auf Schaeffler – dem Vernehmen nach wird geprüft ob eine Rückabwicklung des Conti-Kaufs möglich ist.

Unter den Banken, die der hoch verschuldeten Schaeffler-Gruppe Geld geliehen haben, wird offenbar über eine Rückabwicklung des Continental-Kaufs diskutiert. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet, ziehen die Kreditgeber in Erwägung, alle Conti-Aktien, die derzeit bei Schaeffler liegen, selbst zu übernehmen. Danach müsse allerdings eine Kapitalerhöhung bei Conti folgen. Das werde den Anteil, der sich in den Händen der Banken befinde, dann möglicherweise wieder unter 50 Prozent drücken.

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) dringt auf eine Herauslösung der Continental AG aus der angeschlagenen Unternehmensgruppe. «Wir wollen die Continental aus dem Strudel heraushalten», sagte der CDU-Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Für ihn sei wichtig, dem «profitabelsten Reifenhersteller der Welt eine gute Zukunft mit Sitz in Hannover» zu geben.

Guttenberg dämpft Hoffnung 

Schaeffler hatte im vergangenen Jahr Continental übernommen, sich dabei aber offensichtlich verhoben. Auf dem Unternehmen lasten jetzt Schulden von mehr als zehn Milliarden Euro. Deshalb ruft die fränkische Eignerfamilie – mit Unterstützung ihrer Belegschaft – seit einiger Zeit nach staatlicher Hilfe. Wie Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Wochenende aber klarstellte, wird die Regierung dem Autozulieferer nur bei einem tragfähigen Zukunftskonzept unter die Arme greifen.

Zum Argument der Familie Schaeffler, ihr Unternehmen habe eine überragende Bedeutung für die Automobilindustrie, sagte Guttenberg laut «Bild am Sonntag»: «Eine überragende Bedeutung sollte es für Investoren reizvoll machen, sich zu engagieren.» CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt zeigte sich offen für eine staatliche Unterstützung des Unternehmens. «Wenn das Unternehmen einen tragfähigen Business-Plan vorlegt, dann wären staatliche Bürgschaften durchaus sinnvoll», sagte Dobrindt der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Eine direkte staatliche Beteiligung sei aber ausgeschlossen.

Kredite sollten Umgewandelt werden 

Das «Handelsblatt» berichtete am Montag ebenfalls über Überlegungen, die Schaeffler-Beteiligung bei Conti durch eine Kapitalerhöhung zu verwässern. Die Zeitung schrieb unter Berufung auf Finanzkreise, die Gläubigerbanken gingen inzwischen fest davon aus, die Kredite in Eigenkapital zu wandeln. Damit würde der Einfluss der Schaeffler-Familie auf ihren Konzern drastisch beschnitten. Für die Schaefflers werde dann bestenfalls noch ein Anteil von etwa zehn Prozent bleiben.

Auch Wulff forderte im Gespräch mit dem «Handelsblatt»: «Die Eigentümerfamilie kann allenfalls noch eine kleine Rolle spielen, vielleicht mit einer Beteiligung von um die zehn Prozent.» Er forderte aber auch einen Beitrag der Banken, die an der «unverdaubaren» Übernahme der Continental AG durch die Schaeffler-Gruppe beteiligt waren. Laut «FAZ» soll das der Familie Schaeffler zuzurechnende Eigenkapital angesichts der hohen Schuldenlast und der Ertragslage der Gruppe mit drei bis vier Milliarden Euro negativ sein.

Kommentare: 0 » Schlagwörter: ,

Streicht Continental in Frankreich 1500 Stellen

1 März, 2009

Continental will einem Medienbericht zufolge in Frankreich ein Werk schließen und 1500 Stellen streichen.

Dabei handele es sich um die Fabrik in Clairoix im Nordosten von Paris, berichtete der Radiosender "Europe 1" am Samstag unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Falls sich die Stellenstreichungen bei einem außerplanmäßigen Treffen des Betriebsrates am 16. März bewahrheiten, wäre dies die größte Entlassungswelle im französischen Autosektor seit Beginn der Wirtschaftskrise.

Continental lehnte zwar eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Ein Sprecher verwies aber gleichzeitig darauf, dass die Autoverkäufe in Europa im Januar um 27 Prozent gesunken seien und der Konzern seine Kapazitäten den Marktentwicklungen anpassen müsse. Der jüngst von seinem Konkurrenten Schaeffler geschluckte Konzern verbuchte im vergangenen Jahr den größten Verlust der Firmengeschichte und hat für dieses Jahr "erhebliche Restrukturierungen" angekündigt. Schaeffler hat die Regierung wegen eines Milliardenlochs in der Bilanz um Staatshilfe gebeten.

Kommentare: 0 » Schlagwörter: ,

Schaeffler holt Mitarbeiter ins Boot

23 Februar, 2009

Die nicht als arbeitnehmerfreundlich bekannte Schaeffler-Gruppe hat sich heute (23. 2. 2009) mit der IG Metall auf ein Eckpunktepapier zur Sicherung des Unternehmens verständigt.

Weiter Lesen.. »

Kommentare: 0 » Schlagwörter: ,

Schaeffler-Familie warnt vor Zerschlagung des Konzerns

22 Februar, 2009

Die Familie des durch die Übernahme von Continental unter Druck geratenen Schaeffler-Konzerns warnt vor einer Zerschlagung des Konzerns und Arbeitsplatz-Verlusten.

Weiter Lesen.. »

Kommentare: 2 » Schlagwörter:

Pirelli wieder an Teilen der Reifenproduktion von Continental interessiert

22 Februar, 2009

Der Reifenhersteller Pirelli erneuerte jetzt sein Interesse an einer Übernahme von Geschäftsbereichen des Automobilzulieferers Continental.

Weiter Lesen.. »

Kommentare: 0 » Schlagwörter: , , ,