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Wachsende Widerstände gegen die Mautpläne

PKW-MautDie Maut­pläne von Verkehrsmin­is­ter Dobrindt stoßen auch bei den Finanz­ex­perten des Bun­des immer mehr auf Wider­stand.

Einer der Gründe hierfür

Die Mautpflicht soll auch für die Lan­des- und Kom­mu­nal­straßen gel­ten. In diesem Fall müssten aber Län­der und Kom­munen an den Ein­nah­men aus der Maut beteiligt wer­den. Da der Großteil des Straßen­net­zes aber aus Lan­des- und Kom­mu­nal­straßen beste­ht, wäre das Ganze für den Bund ein schlecht­es Geschäft, zumal dann ja auch die Ein­nah­men aus der Kraft­fahrzeug­s­teuer erhe­blich sinken wür­den.

Hinzu kommt die Tat­sache, dass die Ein­nah­men aus der Maut im Gegen­satz zu den Steuern zweck­ge­bun­den für den Straßen­bau ver­wen­det wer­den müssen. Der Finanzmin­is­ter kann über diese Ein­nah­men also nicht frei ver­fü­gen, was seinen finanzpoli­tis­chen Spiel­raum erhe­blich ein­schränken würde.

Auch der Ter­min 1. Jan­u­ar 2016 ist eventuell nicht zu hal­ten, da der Ver­trieb der entsprechen­den Vignetten an den Tankstellen EU-weit aus­geschrieben wer­den muss. Außer­dem müsse erst das entsprechende Per­son­al beim Zoll aufge­baut wer­den.